Viel Debatte, noch keine Entscheidung
Offen für gesunden Menschenverstand
Kommentar Von Bernd Pickert
Der einzige eindeutige
Wahlsieger des Super-Dienstag
heißt John McCain. Dem 71jährigen Senator aus
Anders ist
es auf der Seite der Demokraten:
Hillary Clinton führt zwar
die Delegiertenstimmen an, aber
sowohl sie als auch Barack
Obama haben gezeigt, dass sie beide
einen soliden Zugriff auf bestimmte Wählergruppen haben.
Aber: Beide haben es nicht geschafft, einen unumkehrbaren Trend der Wahlergebnisse, eine Welle auszulösen. Und das heißt: Niemand von ihnen hätte irgendeinen Grund, zum jetzigen Zeitpunkt aus dem Rennen auszuscheiden. Der Wahlkampf geht weiter.
Hillary Clintons seit Jahren aufgebauter Wahlkampfmaschine fehlt es weder an Helfern noch an Geld - aber an Authentizität. Barack Obama hat dagegen einen Wahlkampf in Gang gesetzt, der eher einer politischen Bewegung gleicht - und die schafft auf ihrem Weg eigene Mythen. In diesem Stadium kennt so eine Bewegung keine Umkehr, sie kann nur breiter werden. Obamas Slogan "Yes we can" hat sich auch am Super Tuesday bestätigt. Von unten und aus der klaren Außenseiterrolle hat Barack Obama sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der einst klarsten Favoritin aller Zeiten erobert. Je länger der Wahlkampf dauert, desto größer seine Chancen.
Dieses Wahlkampfjahr wird den
Das war längst
überfällig.